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đŸ€– Kampf gegen GeldwĂ€sche: KI-Vorhaben gestoppt

27. September 2023

Bei der FIU soll es immer wieder zu großen RĂŒckstĂ€nden bei der Bearbeitung von VerdachtsfĂ€llen kommen. / Wilfried Pohnke

Hey Entdecker:in,

mittels KĂŒnstlicher Intelligenz solle das neue Bundesfinanzkriminalamt eigentlich verdĂ€chtige Finanztransaktionen aufspĂŒren. Laut Recherchen von Kontraste wurde die Finanzierung fĂŒr das Millionen-Projekt aber gestrichen.


Millionenvorhaben zur GeldwÀschebekÀmpfung gestoppt

Im Jahr 2021 wurde die Ausschreibung fĂŒr das mehrere Hundert Millionen Euro große Projekt auf den Weg gebracht. Im selben Jahr, kurz vor der Bundestagswahl, hatte der damalige Bundesfinanzminister Olaf Scholz selbst noch betont, dass man ohne ausgereifte „KI-Tools auf Weltniveau“ nicht in der Lage sei, die Transaktionen angemessen zu analysieren.

Laut Recherchen von Kontraste wurde das Verfahren aber am 1. September gestoppt. Den internen Dokumenten nach heißt es: „Haushaltsmittel fĂŒr das Projekt sind nachtrĂ€glich fortgefallen.“ Die zustĂ€ndige Generalzolldirektion möchte dazu keine AuskĂŒnfte erteilen, das Bundesfinanzministerium ebenso nicht.

Banken und andere Verpflichtete mĂŒssen verdĂ€chtige Transaktionen an die Financial Intelligence Unit, die FIU, melden. 2021 waren es fast 300.000 Meldungen. Die FIU muss dann prĂŒfen, ob sie auf kriminelle Handlungen zurĂŒckgehen. Die gesamte Recherche gibt es bei der Tagesschau. Link / Exklusiv


Ein Jahr nach den AnschlĂ€gen: Was wir wissen – und was nicht

Die AnschlĂ€ge auf die Nord-Stream-Pipelines sind nun ein Jahr her. Mehrere Rechercheteams versuchen die Tat zu rekonstruieren. Nach gemeinsamen Recherchen von ARD, der SĂŒddeutschen Zeitung und der Zeit geht der Generalbundesanwalt davon aus, dass der Anschlag mittels einem Segelboot ausgefĂŒhrt wurde.

Laut den Recherchen halten das sowohl Ermittler als auch unabhĂ€ngige Fachleute fĂŒr möglich. Den Zahlen der Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe nach könnte fĂŒr die Sprengung viel weniger Sprengstoff benötigt worden sein als zunĂ€chst angenommen – da die Rohre selbst unter starkem Innendruck standen.

Es gebe „Spuren in die Ukraine“, allerdings ist dadurch nicht klar, ob die ukrainische Regierung involviert sei. Außerdem sei auch eine „False Flag“-Operation möglich – also eine TĂ€uschung, die zu einem falschen Land als Verursacher fĂŒhre. Einen Überblick ĂŒber die Recherche-Ergebnisse nach einem Jahr gibt es bei der Tagesschau. Außerdem gibt es im Ersten eine Dokumentation dazu. Link / Tagesschau Link / Das Erste


Marsalek als russischer Spion verdÀchtigt

Die Londoner Staatsanwaltschaft teilte gestern mit, dass der ehemalige Wirecard-Vorstand Jan Marsalek im Verdacht steht, fĂŒr ein russisches Spionagenetzwerk tĂ€tig gewesen zu sein. Marsalek soll als Kontaktmann fĂŒr fĂŒnf Bulgaren gedient haben.

Die fĂŒnf Bulgaren erschienen zuvor vor Gericht, sie wurden im Februar festgenommen. Die Spione sollen unter anderem militĂ€rische AusrĂŒstung fĂŒr Russland beschafft haben.

Aus den Gerichtsdokumenten geht laut dem Spiegel auch hervor, dass Marsalek von russischem Boden aus die Agenten in Großbritannien nicht nur geleitet, sondern auch finanziert haben soll. ZDFheute berichtet. Link


Was es sonst noch zu entdecken gibt:

 

Angriff auf Schwarzmeerflotte: „Toter“ russischer Admiral aufgetaucht? ZDFheute / FAQ

Zivilklage in New York: Niederlage fĂŒr Trump in Betrugsverfahren. FAZ

Erneuerbare statt Fossile: So geht der 1,5-Grad-Stop. taz

Abholzung: Deutsche Entwicklungsbank finanziert Umweltzerstörung. Correctiv / Exklusiv

Einspruch abgelehnt: Gericht bestÀtigt Nawalnys 19-jÀhrige Haftstrafe. Tagesschau

Allianz Global Wealth Report: Warum der Wohlstand der Deutschen erodiert. WirtschaftsWoche

Scheinbare LGBTQ-UnterstĂŒtzung: Pinkwashing – Wie Firmen ihr Image aufwerten. ZDFheute

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