
Hey Entdecker:in,
der Umweltschutz und ein entsprechend nötiger Klimaplan werden im aktuellen Bundestagswahlkampf einer der wichtigsten Themen. Neben ersten EntwĂŒrfen von den Parteien treten auch verschiedene VerbĂ€nde und Thinktanks mit eigenen Ideen fĂŒr eine KlimaneutralitĂ€t auf.
Fifty Shades of Green
Am gestrigen Donnerstag prĂ€sentierten die Thinktanks Agora Verkehrswende, Agora Energiewende und die Stiftung KlimaneutralitĂ€t ihre „50 Empfehlungen fĂŒr die 20. Legislaturperiode“. Zusammengefasst sind darin Studien und juristische Expertisen aus den letzten Monaten.
WĂ€hrend im aktuellen Wahlkampf Diskussionen um einzelne MaĂnahmen wie die Erhöhung der Spritpreise Aufmerksamkeit bekommen, behandelt der Plan der Thinktanks die gesamte Breite aller nötigen Sektoren.
Die Expert:innen schlagen beispielsweise vor, dass der Anteil von Ăkostrom bis zum Jahr 2030 auf 70 Prozent ansteigen und die EEG-Umlage dann verschwinden soll. DafĂŒr sollen mitunter 2 Prozent der LandesflĂ€che fĂŒr Windanlagen ausgewiesen werden und die Klagen und Beschwerden dazu sollen in kĂŒrzere Verfahren gebĂŒndelt werden. Die taz befasst sich mit den Empfehlungen, die Studie ist ebenfalls verlinkt. Link / taz Link / Agora Energiewende
„MonetĂ€re Anreize“ fĂŒr falsche Angaben
Dem Recherche-Team von NDR, WDR und SĂŒddeutscher Zeitung liegt ein Brief des RKI an das Gesundheitsministerium vor. Dieser Brief war Grundlage fĂŒr die Kritik vom Bundesrechnungshof: Kliniken könnten die Zahl freier Intensivbetten kĂŒnstlich herunter rechnen.
Ob das vollends zutrifft, kann schwer belegt werden. Innerhalb des RKI geht man nach Informationen der Journalist:innen davon aus, dass „nur in einem kleinen einstelligen Prozentbereich“ freie Intensivbetten verheimlicht wurden.
Seit dem 18. November konnten Kliniken sogenannte Freihaltepauschalen kassieren: Wenn es im Landkreis weniger als 25 Prozent freie Intensivbetten gibt und die Corona-Inzidenz bei ĂŒber 70 liegt, konnte die Pauschale fĂŒr alle freien Betten angesetzt werden – nicht nur fĂŒr die Intensivbetten. Die gesamte Recherche gibt es bei der Tagesschau. Link
Problemfall Hessen
Vor wenigen Tagen wurde das Spezialeinsatzkommando der Frankfurter Polizei aufgelöst. Mindestens 20 aktive und ehemalige SEK-Mitglieder tauschten in einer eigenen Chatgruppe rechtsextreme Inhalte aus. Wenig spÀter kam heraus, dass 29 weitere Polizisten ebenfalls in der Gruppe waren. Insgesamt sprach der hessische Innenminister Peter Beuth nun von 56 aktiven und ehemaligen Beamten.
Was nun ebenfalls bekannt wurde: Mindestens 13 dieser SEK-Mitglieder waren beim Anschlag in Hanau in der Tatnacht im Einsatz. Bei dem Anschlag kamen durch einen Rechtsextremen neun Menschen ums Leben. Die Angehörigen fragen schon lĂ€nger hartnĂ€ckig nach, weshalb es bis zur ErstĂŒrmung des Hauses des TĂ€ters fĂŒnf Stunden dauerte und welche Rolle der ebenfalls rechtsextreme Vater des AttentĂ€ters hatte.
Ob die rechtsextreme Gesinnung der SEK-Gruppe eine Rolle spielt, kann nicht vollends beurteilt werden. Die Opposition fordert den RĂŒcktritt des Innenministers und die Angehörigen fordern Antworten auf ihre Fragen. Die Zeit berichtet. Link / Kommentar
Was es sonst noch zu entdecken gibt:
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Iran:Â Die glorreichen Sieben. SĂŒddeutsche Zeitung
Rangliste: Wo die Luft am besten ist. FAZ
Medienethikerin zu Eriksen-Berichterstattung: âBilder dienten der Sensationalisierungâ. Redaktionsnetzwerk Deutschland / Interview
Sorge wegen Delta-Variante: WeltÀrztechef warnt vor raschen Lockerungen. ZDF
SPIEGEL-Auswertung zum Carsharing: Wo die schöne Welt der neuen MobilitÀt endet. Spiegel
Seit Jahrzehnten Krawall in der Rigaer StraĂe 94:Â Die Geschichte eines Endlos-Konflikts in Berlin. Tagesspiegel
Die Pleite der Greensill-Bank: Zinsen, Zocker und MilliardenschÀden. ZDFzoom